Woher diese Formeln kommen#
Die Formeln von Devine, Robinson, Miller und Hamwi entstanden zwischen den 1960er- und 1980er-Jahren, ursprünglich zur Berechnung von Medikamentendosen — nicht zur Beurteilung von Körpern. Jede schätzt ein „Referenzgewicht“ allein aus Größe und Geschlecht, und deshalb weichen die vier Zahlen um mehrere Kilogramm voneinander ab. Der Mittelwert ist eine vernünftige Schätzung dazwischen, und der gesunde BMI-Bereich (18,5–24,9) liefert die breitere Spanne, die die Daten zur Bevölkerungsgesundheit stützen.
Warum Trainierende diese Zahl anders lesen sollten#
Keine dieser Formeln weiß, wie viel Muskel du trägst. Wer jahrelang trainiert, kann deutlich über allen Schätzungen dieser Seite liegen — sogar über dem gesunden BMI-Bereich — und dabei definierter und gesünder sein als jemand auf seinem „Idealgewicht“. Wenn du trainierst, zählt die Körperkomposition: Schätze deinen Körperfettanteil mit dem Körperfett-Rechner, prüfe deine Muskulosität mit dem FFMI-Rechner und behandle Zielwerte auf der Waage als lose Orientierung, nicht als Ziel.
Damit ein Zielgewicht festlegen#
Wenn du eine Diät oder einen langsamen Aufbau startest und ein sinnvolles Ziel willst, wähle ein Gewicht innerhalb des gesunden BMI-Bereichs und passe es an deine Trainingsgeschichte an: näher am oberen Rand, wenn du Krafttraining machst, tiefer, wenn du gerade erst anfängst. Danach machen der Kaloriendefizit-Rechner oder der Bulking-Rechner daraus eine tägliche Kalorienzahl und einen realistischen Zeitplan.